Ein Tag Kieler Woche…

Es ist Sommer, es ist Kieler Woche, aber das kennen wir ja alle schon, denn eine Kieler Woche ohne Regen ist wie Sommer ohne Eis.
Also, Regenjacke und warmen Pulli, zwei paar Socken und Gummistiefel angezogen und los geht’s!
Heute spielten Tonbandgerät auf der NDR Bühne und da ich die Lieder, die ich aus dem Radio von der vier köpfigen Band kannte, mochte, wollte ich unbedingt zum freien umsonst und draußen Konzert. Da standen wir nun, meine Freundin und ich, und trotzten dem Nieselregen und guckten immer noch etwas mürrisch, weil der Pommes Wagen vom Muddi Markt bereits auf dem Weg nach Hamburg war und wir so ohne die besten Pommes der Kiwo da standen. Verdammt!
Sei es drum. Die ersten Klänge von Tonbandgerät setzten ein und die Laune hebte sich, stellte sich doch heraus, dass man mehr kannte als nur die zwei Lieder aus dem Radio. Es gefiel.
Kurze Zeit später mussten die Jungs und Mädels schon wieder von der Bühne, denn das Highlight des heutigen Abends, der Topakt (so munkelte die Menge um uns herum) stünde noch aus: Silbermond.
Soweit kamen wir aber nicht, denn unsere knurrenden Mägen wollten weiter, Futter suchen!
Eine holländische Pommes und eine Limo später fanden wir uns auf der Kiellinie wieder, mitten im Getümmel. Ich fragte meine Freundin ob heute mit mir etwas nicht stimme oder überlegte ob heute irgendwie etwas an uns anders war, was andere auf die Idee brachte uns für einen Infostand zuhalten. Sie schüttelte den Kopf.
Außer das ich aussah wie eine Matrosin sei alles normal, meinte sie.
Ein angetrunkenes junges Mädel fragte mich mehrmals wo ich meine Regenjacke gekauft hätte, was an sich ja schmeichelhaft gewesen wäre, hätte sie mich nicht gesiezt. Dann ein paar Meter weiter und nachdem wir den Mann auf der Slackline bewundert hatten, fragten uns zwei angetrunkene Männer wo der nächste Bankautomat sei und standen fast davor. Ahoi Matrosen!
Kurz vorm Riesenrad am Ofenbrot-Stand kam es dann überraschend zu einem Flirt, an dem ich zwar beteiligt war, aber mal wieder nichts Begriffen habe. Eins weiß ich jedenfalls, es gibt Fettnäpfchen die so groß sein können, wie das ehemalige Schwimmbad in der Lessinghalle.
Zu guter Letzt gab es noch Bonbons beim Heinz Rühmann Stand, auch als Mitbringsel für die, die nicht mitkommen konnten und dann ging es ab nach Hause, erstmal die nassen Klamotten aufhängen…

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